Gerade lese ich unser Politforum von Anfang 2025 und sinniere über die Ereignisse, die folgten. Ein Jahr, als ob man in einen Küchenmixer gefallen wäre.
Nun sagt man bekanntlich dem Januar die charmante Angewohnheit nach, alles neu zu machen. Und 2026 gibt sich da keine Blösse: frische Kräfte in unserem Parlament – und eine Weltlage, die uns täglich, noch vor dem morgendlichen Kaffee, daran erinnert, dass Demokratie kein Selbstläufer ist.
Wir haben es in den Händen. Die Gemeinde ist nämlich kein politischer Nebenraum, sondern der Ort, an dem Demokratie konkret wird. Auf internationaler und oft auch auf nationaler Ebene dominieren Polarisierung und Machtpolitik. Somit bleiben die Gemeinde- und Kantonspolitik Prüfstein für politische Glaubwürdigkeit.
Worb steht dabei exemplarisch für viele Gemeinden im Kanton Bern. Die Fragen sind klar: Wie sichern wir sozialen Zusammenhalt, wenn die Lebensrealitäten auseinanderdriften? Wie gestalten wir Fortschritt, ohne unsere Lebensqualität zu verspielen? Wie bleiben wir offen und gerecht in einer Zeit, in der Abschottung wieder salonfähig wird? Diese Herausforderungen lassen sich weder mit Symbolpolitik noch mit Rückzug beantworten, sondern nur mit Haltung, Sachkenntnis und dem Mut zur Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.
In diesem Zusammenhang sind die Grossratswahlen wichtig. Der Grossrat entscheidet im Kanton Bern über Rahmenbedingungen, die unseren Alltag direkt betreffen. Dabei geht es um Themen wie Bildung, Pflege, Schulen, Verkehr und soziale Sicherheit.
Unsere Kandidierenden; Charlotte Günther (06.04.1), Vjosa Saramati (06.19.0), Guido Federer (07.10.2) und Matthias Marthaler (07.18.8) bringen Erfahrung und Bodenhaftung mit. Sie kennen die Sorgen der Menschen in unserer Gemeinde. Und sie wissen, dass Politik nicht für Schlagzeilen gemacht wird, sondern für das Leben der Bevölkerung. Sie tragen die Stimme von Worb in den Grossen Rat.
Und auch in diesem Jahr gilt, wir alle tragen die Verantwortung, unseren Möglichkeiten entsprechend, für Menschlichkeit und Respekt zu kämpfen. Demokratie lebt vom Mitmachen, insbesondere vom Mitwählen – und vom Vertrauen darauf dass Veränderung möglich ist. Packen wir es an.
Matthias Marthaler
Mitglied Parlament
Mitglied Finanzkomission
SP Worb Vorstand
